Erhöhte Schreckhaftigkeit und innere Alarmbereitschaft: Hilfe in München und online
Was bedeutet starke Schreckhaftigkeit?
Sich gelegentlich mal über etwas unerwartetes zu erschrecken ist nichts außergewöhnliches, wie zum Beispiel bei einem spannenden Film. Allerdings leiden manche Menschen an einer sogenannten chronischen Schreckhaftigkeit, die ihr Leben durchaus einschränken und verschiedene Ursachen haben kann.
Ein Schreck ist zunächst einmal ein unbewusst kontrollierter Reflex aus grauer Vorzeit und Schutzmechanismen hervorruft, wie zusammen- oder zurückzucken, ducken, schreien, Augen schießen, die letztlich dazu beitragen sollen das Überleben zu sichern.
Diese plötzlich ausgelöste Stressreaktion in Form von Angst versetzt uns in höchste Alarmbereitschaft.
Viele Betroffene fühlen sich ständig angespannt, nervös oder „unter Strom“. Das Nervensystem reagiert dabei häufig überempfindlich auf äußere Reize. Typische Beschwerden sind:
- starkes Zusammenzucken
- Überempfindlichkeit bei Geräuschen
- innere Unruhe
- Nervosität
- Anspannung
- Schlafprobleme
- schnelle Überforderung
- Konzentrationsprobleme
- dauerhafte Wachsamkeit
Viele Menschen erleben dabei das Gefühl, nie wirklich entspannen oder abschalten zu können.
Typische Symptome bei ständiger Schreckhaftigkeit
Eine dauerhafte innere Alarmbereitschaft wirkt sich häufig sowohl psychisch als auch körperlich aus. Typische Symptome können sein:
- starkes Erschrecken bei Geräuschen
- innere Anspannung
- Nervosität
- Reizbarkeit
- Schlafprobleme
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Herzrasen
- Muskelanspannung
- schnelle Überforderung
- ständige Wachsamkeit
- Erschöpfung
- Unsicherheit
- Schreckreaktionen bei Berührungen oder Bewegungen
Viele Betroffene beobachten ihre Umgebung dauerhaft sehr aufmerksam und fühlen sich schnell überreizt oder emotional erschöpft.
Besonders belastend wird dies häufig dann, wenn die Anspannung über längere Zeit bestehen bleibt und der Körper kaum noch zur Ruhe kommt.
Ursachen erhöhter Schreckhaftigkeit (Hypervigilanz)
Übermäßige Schreckhaftigkeit kann durch verschiedene Umstände ausgelöst werden, wie z.B. plötzliche laute Geräusche, Schüsse, Bewegungen, Berührungen oder Stimmen, Unfälle, Naturkatastrophen, Kriegsgeschehen, Alpträume, Trauma Erfahrungen und Erlebnisse, die getriggert werden.
Die Ursache dafür hat nicht immer aber oftmals psychische Hintergründe:
- Traumata, posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) durch sexuellen Missbrauch, psychischen oder körperlichen Missbrauch, durch Gewalt- oder Kriegserfahrungen, Unfälle, Verlusterlebnisse durch Trennung oder Tod, sowie Nahtoderfahrungen, Mobbing oder Stalking.
- Chronischer Stress, Burnout.
- Ängste aller Art (auch fast immer im Zusammenhang mit Traumata) und Panik.
- Andere psychische Umstände, wie Persönlichkeitsstörungen (z.B. emotional instabile Persönlichkeitsstörung, dazugehörig der impulsiver Typ und Borderline-Typ, die abhängige Persönlichkeitsstörung, zwanghafte Persönlichkeitsstörung) oder die bipolare Störung.
- Hochsensibilität
- Drogen-, Alkohol- und übermäßiger Kaffeekonsum.
- Neurologische Erkrankungen, Schlafmangel, Herzbeschwerden, Vergiftungen, hormonelle Ursachen.
Mit übermäßiger Schreckhaftigkeit einhergehend treten in der Regel auch alle typischen Begleitsymptome von chronischem Stress auf: Zittern, Anspannungen, Schweißausbrüche, Herzrasen, Panik, usw.
Besonders nach traumatischen Erfahrungen bleibt der Körper häufig dauerhaft wachsam und reagiert schneller mit Stress- oder Schreckreaktionen.
Viele Menschen befinden sich über lange Zeit in einem sogenannten „fight, flight or freeze“-Modus — also in einem inneren Alarmzustand. Dadurch reagiert das Nervensystem zunehmend empfindlicher auf Reize und mögliche Gefahren.
Therapie und Hilfe bei Schreckhaftigkeit
Die Grundlage einer effektiven Behandlung bildet die Herstellung eines Gefühls von Entspannung innerer Sicherheit: Ist die Welt, in der ich leben, ein sicherer Ort?
Psychotherapie kann helfen, die Ursachen der inneren Alarmbereitschaft besser zu verstehen und das Nervensystem langfristig zu stabilisieren.
- innere Anspannung reduzieren
- Stressreaktionen besser regulieren
- das Nervensystem beruhigen
- emotionale Sicherheit aufbauen
- Schlaf und Erholung verbessern
- traumatische Belastungen verarbeiten
- Selbstwahrnehmung stärken
- wieder mehr innere Ruhe entwickeln
Viele Betroffene erleben bereits Entlastung dadurch, dass ihre Symptome verständlicher werden und sie lernen, körperliche Stressreaktionen besser einzuordnen.
Je nach individueller Situation können verschiedene Methoden, EMDR, Hypnose, traumasensible Verfahren oder Stabilisierungstechniken hilfreich sein.
Ihr nächster Schritt
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