Psychosomatische Beschwerden – Hilfe bei körperlichen Symptomen ohne organische Ursache in München und online
Was sind psychosomatische Beschwerden?
Unter psychosomatischen Störungen versteht man körperliche Beschwerden, bei denen jedoch keine Organschäden gefunden werden können (siehe auch: Hilfe bei körperlichen Schmerzen). Kaum ein Beschwerdebild ist so häufig anzutreffen und gleichzeitig so schwer zu diagnostizieren.
Soziale Umstände oder psychische Faktoren können hier durchaus Einfluss auf die Ursache, Aufrechterhaltung und weiteren Folgen der Störung haben. Betroffen sein kann im Grunde jedes Organsystem. Psychosomatische Störungen stehen allgemein ausgedrückt für einen unzulänglichen Bewältigungsversuch ungelöster innerer Konflikte.
Oft haben Betroffene mit psychosomatischen Problemen einen langen Weg ärztlicher Untersuchungen und verschiedenster Abklärungen hinter sich, die jedoch erfolglos bleiben. Sie fühlen sich mit ihren Beschwerden missverstanden, alleine gelassen, nicht ernst genommen und leiden unter zunehmender Einschränkung im Alltag und Berufsleben, was nicht selten Rückzug, Depressivität und Selbstmedikation zur Folge hat.
Manche Betroffenen wird unterstellt, daß sie sich das alles "einbilden" oder werden als Hypochonder oder "Simulant" abgestempelt. Oft liegt hinter den Beschwerden lang anhaltender chronischer Stress, der sich auf Dauer durch körperliche Symptome ausdrückt.
Weitere Bezeichnungen für psychosomatische Beschwerden
Ebenso vielfältig wie das Auftreten psychosomatischen Störungen sind die Fachbezeichnungen dafür, wie u.a.: Somatisierungsstörung, somatoforme autonome Funktionsstörung, funktionelle Störungen, psychoneurotischen Störungen, Befindlichkeitsstörungen, Neurasthenie, larvierte Depression, nervöser Erschöpfungszustand, Organneurose, Stress-Syndrom, Disstress, vegetative Dystonie, vegetative Neurose, vegetative Labilität, usw.
Typische psychosomatische Symptome
Psychische Belastungen können sich auf sehr unterschiedliche Weise körperlich zeigen. Häufig treten die Beschwerden besonders in stressreichen oder emotional belastenden Lebensphasen auf. Typische psychosomatische Beschwerden sind:
- Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Herzstolpern, Druck auf der Brust
- Hyperventilation, Atemprobleme, Atemnot ohne große Anstrengung
- Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen
- Schwindel, häufig auftretende Müdigkeit, Erschöpfungsdepression
- Schweißausbrüche, Hitzewallungen
- Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, Bauchschmerzen, Kribbelgefühle im Bauch, Magen-Darmprobleme, Reizdarmbeschwerden
- Wiederaufstoßen von Nahrungsmittel oder Luftaufstoßen
- Verstopfung oder ungewollter, häufiger Stuhldrang, Durchfall
- Komischer Mundgeschmack, Mundtrockenheit
- Schmerzen beim Wasserlassen oder häufiges Wasserlassen
- Auffälliger Vaginalausfluss
- Unangenehme oder schmerzhafte Empfindungen im Unterleib oder im Genitalbereich
- Schlafstörungen, Schlafprobleme
- Manche dieser Symptome können jedoch auch andere Hintergründe haben, wie z.B. Wechseljahresbeschwerden
Viele Betroffene erleben zusätzlich Ängste, Grübeln oder das Gefühl, dauerhaft unter Spannung zu stehen.
Die Symptome können phasenweise stärker werden und den Alltag, Beruf oder soziale Kontakte erheblich belasten.
Wie entstehen psychosomatische Beschwerden?
Psychosomatische Beschwerden entstehen häufig durch eine länger anhaltende Belastung des Nervensystems. Dauerstress, emotionale Konflikte oder unverarbeitete Belastungen wirken sich direkt auf körperliche Prozesse aus.
Mögliche Auslöser sind unter anderem:
- chronischer Stress
- Überforderung
- Ängste
- Burnout
- Depressionen
- traumatische Erfahrungen
- ungelöste Konflikte
- emotionale Belastungen
- Verlustsituationen
- Leistungsdruck
- dauerhafte innere Anspannung
Viele Menschen nehmen eigene Belastungsgrenzen über lange Zeit kaum wahr und versuchen trotz Erschöpfung weiter zu funktionieren. Dadurch gerät der Körper zunehmend in einen dauerhaften Stresszustand.
Das vegetative Nervensystem bleibt dabei dauerhaft aktiviert. Langfristig kann dies körperliche Symptome verstärken oder chronifizieren.
Behandlung und Therapie bei psychosomatischen Beschwerden
Die beste Therapie ist generell nach wie vor die gesundheitliche Prävention. Das gilt auch für die psychosomatischen Störungen. Das bedeutet u.a.:
- Bewegung, Spaziergänge an der frischen Luft
- Sportliche Aktivitäten, Fitness, Sauna, Wechselduschen
- Gesunde Ernährung (und das Vermeiden von Giftstoffen, wie u.a. Nikotin, übermäßiger Alkoholkonsum, usw.)
- Life-Coaching für eine ausgewogene Lebensqualität in allen Lebensbereichen (Partnerschaft, Familie, Schule/Beruf, Freizeit, etc.)
- Work-Life-Balance
Psychotherapie kann Menschen mit psychosomatischen Beschwerden dabei unterstützen, die Zusammenhänge zwischen psychischer Belastung und körperlichen Symptomen besser zu verstehen.
- Stress reduzieren
- emotionale Belastungen verarbeiten
- innere Anspannung regulieren
- Ängste abbauen
- das Nervensystem stabilisieren
- körperliche Warnsignale besser wahrnehmen
- gesunde Grenzen entwickeln
- emotionale Stabilität aufbauen
Viele Betroffene erleben bereits Entlastung dadurch, dass ihre Beschwerden ernst genommen werden und sie die Ursachen ihrer Symptome besser verstehen.
In meiner Praxis für Psychotherapie in München Neuhausen unterstütze ich Menschen mit psychosomatischen Beschwerden, chronischer Anspannung und stressbedingten körperlichen Symptomen.
Je nach individueller Situation können verschiedene Methoden, Coaching, traumasensible Verfahren, EMDR oder hypnotherapeutische Ansätze hilfreich sein.
Ihr nächster Schritt
Wenn körperliche Beschwerden dauerhaft bestehen bleiben oder die Lebensqualität stark beeinträchtigen, kann psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll sein — besonders dann, wenn medizinisch keine ausreichende körperliche Ursache gefunden wurde.
Vereinbaren Sie einfach heute noch einen Termin für ein unverbindliches und kostenfreies Vorgespräch, vor Ort in der Praxis oder auch online, falls es Ihnen nicht möglich ist persönlich vorbei zu kommen.
