Bindungsangst und Beziehungsangst verstehen – Hilfe bei Bindungsangst in München und online
Wenn Nähe Angst auslöst
Viele Menschen zweifeln an ihrer Beziehungsfähigkeit, weil sie vielleicht schon mal schlechte Erfahrungen gemacht haben oder nicht wissen, wie sie in bestimmten Situationen in einer Beziehung reagieren sollen. Das bedeutet jedoch nicht, dass gleich jeder deswegen "beziehungsunfähig" ist - und wenn ja, dann kann man Beziehungsfähigkeit erlernen.
Bindungsängste haben ihre Ursache meist schon im frühen Kindesalter, ja manchmal bereits sogar schon im Mutterbauch. Dahinter können oftmals Traumata (z.B. Geburtstrauma, Trennung, Missbrauch), sowie ein Mangel oder unerfüllter Wunsch an Liebe, Fürsorge und Aufmerksamkeit primär seitens der Eltern liegen, was in späteren Jahren zu nicht unerheblichen Problemen führen kann, Beziehungen einzugehen, aufzubauen und längerfristig stabil aufrecht zu erhalten.
Bindungsängste nehmen stetig zu und treten gleichermaßen bei Männern und Frauen in Erscheinung. Der unkontrollierte Gebrauch von Handys und Smartphones heutzutage trägt massiv dazu bei, wenn z.B. Eltern in Gegenwart ihrer Kinder - oftmals noch im Kinderwagen - mit dem Gerät herumspielen oder die Mutter gar schon während der Schwangerschaft und des Stillens ihrer Aufmerksamkeit dem Handy widmet.
Aber auch die ständige und überwiegende Kommunikation über virtuelle Medien, wie z.B. WhatsApp oder Partnerschaftsforen bei Jugendlichen und Erwachsenen kann mit der Zeit zu großen Bindungsproblemen führen, da eine reelle Auseinandersetzung mit sich und dem Gegenüber sehr oberflächlich bleibt oder erst gar nicht zu Stande kommt.
Viele Betroffene sind sich ihrer Bindungsangst gar nicht bewusst und verleugnen sie sogar, indem sie die Schuld stets woanders suchen.
Typische Symptome und Erfahrungen bei Bindungsangst
Bindungsängste kommen oftmals gepaart mit einem Haufen an bewussten und unbewussten Ängsten: Angst vor Verantwortung; Angst vor dem Verlust der Freiheit; Angst vor Nähe; Angst, verlassen zu werden; Angst, sich einzulassen; Angst vor Verbindlichkeit, Angst vor Ablehnung; Angst, loszulassen, Angst vor Enttäuschung, Angst, nicht zu genügen oder zu kurz zu kommen, etc.
Typische Erfahrungen bei Bindungsangst können sein:
- Rückzug in Beziehungen
- Angst vor emotionaler Nähe
- Unsicherheit in Partnerschaften
- starke Verlustangst
- Überforderung durch Nähe
- Schwierigkeiten Vertrauen aufzubauen
- emotionale Distanz
- Beziehungsabbrüche
- Zweifel an der Beziehung
- innere Unruhe
- Angst vor Kontrolle oder Abhängigkeit
- wiederkehrende Beziehungskonflikte
Viele Betroffene erleben Beziehungen dadurch dauerhaft als emotional belastend und instabil.
Weitere Symptome können z.B. Stress, Anspannungen, Herz-rasen, Beklemmungsgefühle, Atemnot, Schweißausbrüche, Panikattacken, sexuelle Probleme, Verdauungsprobleme, Schlafstörungen, Drogen- und Alkoholmissbrauch, etc. sein.
Bindungsangst in Beziehungen
Bindungsangst belastet häufig Partnerschaften und zwischenmenschliche Beziehungen. Viele Betroffene erleben:
- Schwierigkeiten Gefühle offen zu zeigen
- Angst vor emotionaler Verletzlichkeit
- Konflikte durch Rückzug
- Unsicherheit bezüglich der eigenen Gefühle
- Probleme mit Vertrauen
- emotionale Distanz trotz Liebe
- wiederkehrende Trennungen
Partner erleben die Beziehung häufig als wechselhaft, unklar oder emotional anstrengend.
Dadurch entstehen oft Missverständnisse, Konflikte und emotionale Verletzungen auf beiden Seiten.
Bindungsangst und toxische Beziehungen
Menschen mit Bindungsangst geraten nicht selten in toxische oder emotional instabile Beziehungen (siehe auch narzisstischer Missbrauch). Häufig entstehen dabei:
- emotionale Abhängigkeit
- starke Verlustängste
- Unsicherheit
- Kontrollverhalten
- emotionale Überforderung
- wiederkehrende Konflikte
- instabile Beziehungsmuster
Viele Betroffene erleben intensive Beziehungen zunächst als besonders aufregend oder emotional stark, langfristig jedoch als sehr belastend.
Therapie und Hilfe bei Bindungsangst
Erlernte Beziehungsmuster, die eigene Einstellung, innere Wunden, unbewusste Muster und Sabotage-Programme, sowie die emotionale Spannbreite spielen hierbei eine große Rolle. Je früher man anfängt daran zu arbeiten, desto besser.
Psychotherapie kann helfen, die Ursachen von Bindungsangst besser zu verstehen und neue Beziehungserfahrungen zu entwickeln.
- Bindungsmuster besser erkennen
- emotionale Sicherheit aufbauen
- Verlustängste reduzieren
- Selbstwertgefühl stärken
- Vertrauen entwickeln
- emotionale Stabilität fördern
- Beziehungskonflikte besser verstehen
- gesunde Grenzen aufbauen
- Nähe wieder entspannter erleben können
Viele Betroffene erleben bereits Entlastung dadurch, dass ihre inneren Konflikte verständlich werden und Beziehungsmuster bewusster wahrgenommen werden können.
Je nach individueller Situation können verschiedene Methoden, Coaching, traumasensible Verfahren, EMDR oder hypnotherapeutische Ansätze hilfreich sein.
Ihr nächster Schritt
Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn Beziehungen dauerhaft von Rückzug, Verlustangst, emotionaler Überforderung, Unsicherheit, Nähe-Distanz-Konflikten oder wiederkehrenden Beziehungsmustern belastet werden.
In meiner Praxis für Psychotherapie und Coaching in München Neuhausen unterstütze ich Menschen mit Bindungsangst, Verlustangst und belastenden Beziehungsmustern.
Vereinbaren Sie einfach heute noch einen Termin für ein unverbindliches und kostenfreies Vorgespräch, vor Ort in der Praxis oder auch online, falls es Ihnen nicht möglich ist persönlich vorbei zu kommen.