Praxis für Psychotherapie und Hypnose München

Die Kunst, Herz und Verstand in Einklang zu bringen

Therapie, Hilfe und Behandlung: Picky Eater Essstörung, pingelige Esser

Wenn pingelige Essgewohnheiten zum Problem werden


Die meisten Menschen haben in Bezug auf Nahrungsmittel ihre speziellen Vorzüge und Abneigungen. Das ist durchaus normal. Bei manchen jedoch überwiegen im Laufe der Zeit die Abneigungen, so daß die daraus resultierende selektive Essgewohnheit nur ein extrem eingeschränktes Angebot an Nahrung zuläßt.

Picky Eater essen nur sehr wenige bestimmte Lebensmittel und lehnen mit Übelkeitsgefühl, Ekel und gerümpfter Nase alles andere ab. Das Essverhalten hat oftmals seinen Ursprung schon in früher Kindheit und kann sich bis ins Erwachsenenalter fortsetzen. Nicht selten kann auch Hochsensibilität hierbei eine Rolle spielen (Manchmal wird in diesem Zusammenhang auch von sogenannten "Supertastern" gesprochen. Ob es sich hierbei um eine besondere Gabe handelt oder nicht, sei an dieser Stelle unwesentlich.).

Als Gründe für die Ablehnung werden nicht selten die Farbe von bestimmten Nahrungsmitteln, der Geruch, deren Beschaffenheit und Konsistenz genannt werden. Diese einseitige Ernährung kann nicht nur zu Nährstoffmangel führen, sondern auch zunehmend zu einem großen Leidensdruck.


Therapieansatz

Allgemein gültige Therapie-Rezepte gibt es nicht. Auch hier gilt: was hilft, das hilft. Indem ein neuer Bezugsrahmen zu Nahrungsmitteln hergestellt wird und Bewußtheit entsteht über interne Vorgänge, kann positive Veränderung eingeleitet werden, wobei hypnotische Trancen durchaus hilfreich sein können. Wichtig ist, daß Betroffene wieder ein Gefühl der Freiheit gewinnen, wenn es um Nahrungsaufnahme geht und ausgeglichen essen können.

Desweiteren ist es wichtig, daß eventuelle körperliche Probleme, die entweder zur Ursache beigetragen haben oder Folgen einer selektiven Ernährung sind, ärztlich abgeklärt werden (z.B. Nahrungsmittelunverträglichkeit, chronische Darmerkrankungen).

Ich habe Picky Eaters in meiner Praxis gehabt, die sich jahrelang fast ausschließlich von Pommes, Kartoffeln, Spaghetti mit Ketchup und Äpfeln ernährt haben - oder Kartoffelpüree, Erbsen, Pizza ohne alles und Süßigkeiten, Tag ein Tag aus und für die es geradezu eine freudige Entdeckungsreise durch die Vielfältigkeit der Menüs unterschiedlicher Restaurants war, als sie endlich essen konnten, was sie wollten.

Meine bisherige Erfahrung in diesem Bereich ist durchaus positiv und hat oft schon nach nur wenigen Sitzungen zu wesentlicher Verbesserung beigetragen.

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