Praxis für Psychotherapie und Hypnose München

Die Kunst, Herz und Verstand in Einklang zu bringen

Therapie und Hilfe bei Binge Eating, Esssucht

Zu viel essen ist zwar ungesund, aber noch lange keine (Fr)esssucht. Die Binge Eating äußert sich durch heftige Fressanfälle, in denen große Mengen an Lebensmittel oftmals wahllos und durcheinander konsumiert (geschlungen) werden und im Vergleich zur Bulimie hier nicht erbrochen werden.

Die Folge ist, dass Binge Eater oftmals tendenziell eher übergewichtig sind (Adipositas) und versuchen ihr Gewicht mit Diäten zu reduzieren, was meist zum sogenannten "Jo Jo Effekt" führt, da die Diäten sich auf die Symptome und nicht die dahinter liegenden Ursachen fokussieren.

Von Binge Eating betroffene leiden, wie Bulimiker, unter ihrem Verhalten und den körperlichen Folgeerkrankungen. Sie erleben diese "Anfälle" als totalen Kontrollverlust, die im Nachhinein von starken Scham-, Ekel- und Schuldgefühlen begleitet werden und sich nicht selten durch eine depressive Stimmungslage ausdrückt.


Auf diganostischer Ebene spricht man von Binge Eating, wenn Fressattacken mindestens zweimal wöchentlich und über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten vorkommen und keine Maßnahmen der Gewichtsreduzierung unternommen werden.
Es wird davon ausgegangen, dass etwa zwischen zwei bis vier Prozent der Gesamtbevölkerung von einer Esssucht betroffen sind, Frauen wie Männer. Sie tritt meist erstmals zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf.

Die Folgen starker Gewichtszunahme und Übergewicht (Adipositas, Fettleibigkeit, Fettsucht) können zu Herz-Kreislauf Problemen, Herzkrankheiten, Kurzatmigkeit, Schlafapnoe, starkem Schwitzen, Bluthochdruck, Gallenblasenerkrankungen, Gelenkschmerzen aufgrund von Überlastung, Rückenschmerzen, Einschränkungen der Beweglichkeit, Fettstoffwechselstörungen, Darmverstopfungen, Zwölffingerdarmgeschwüre, Magengeschwüre, Magenschleimhautentzündungen, Arthrose, Gicht, erhöhtem Risiko bestimmter Krebserkrankungen (z.B. Gallenblase, Gebärmutter, Brust, Prostata), Sexualhormonstörungen und Diabetes mellitus Typ 2 führen. Letzteres ist die Freikarte für unzählige weitere Folgeerkrankungen!


Therapieansätze, Ziele, Gewinn

Wie auch bei den anderen Essstörungen, so ist es auch bei der Esssucht wichtig, dass neue Erkenntnisse, Denk- und Verhaltensweisen nach einem eventuellen klinischen Aufenthalt weiterhin vertieft werden, was durch punktuelle, ambulante Therapie wunderbar erzielt werden kann.

Gewichtsreduzierende Maßnahmen sind vor allem aufgrund der damit zusammenhängenden gesundheitlichen Risiken und Folgeschäden ein wichtiger Bestandteil einer Therapie.

Eine gesunde und nachhaltige Gewichtsstabilisierung kann jedoch oftmals erst eintreten, wenn die Psyche Entlastung erfährt. Daher ist die psychotherapeutische Behandlung von Mensch zu Mensch individuell ausgerichtet und spezifisch auf die jeweiligen Bedürfnisse anzupassen, stets unter Berücksichtigung von möglichen Begleiterscheinungen (z.B. depressive Grundstimmung, Ängste oder zwanghafte Verhaltensweisen).

  • Emotionale Kontrolle und mentale Stärke
  • Stärkung des Selbstwerts, Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins
  • Stress-Bewusstheit, Anti-Stress Training (Stress Inoculation)
  • Umgang mit Scham- und Schuldgefühlen
  • Achtsamkeitstraining, Atem-Training und Atemübungen, Körperwahrnehmung
  • Ernährungsberatung, Essverhalten
  • Kompetenz im Umgang mit zwischenmenschlichen Beziehungen und dem sozialen Umfeld (u.a. Familiensystem)
  • Ggf. Hypnose
  • Ggf. Trauma-Aufarbeitung
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