Platzangst (Agoraphobie): Hilfe bei Angst und Panik in München und online
Was ist Platzangst?
Die Platzangst oder auch Agoraphobie zeichnet sich durch Angst vor bestimmten Situationen und Orten, wie beispielsweise große Plätze oder Menschenmengen, aus. Betroffene versuchen die auslösenden Situationen, wie z.B. Geschäfte, Kaufhäuser, geschlossene Räume oder Kinos unter allen Umständen zu vermeiden („Angst vor der Angst“), was im Extremfall dazu führt, dass sie ihre eigene Wohnung nicht mehr verlassen. Hinzu kommt die Angst, alleine mit Bus, Bahn oder Flugzeug zu reisen.
Nicht selten tritt die Agoraphobie zusammen mit Panikattacken auf und der Angst vor einem totalen Kontrollverlust.
Mit etwa fünf Prozent der Bevölkerung, die im Laufe des Lebens mindestens einmal darunter leiden, liegt die Platzangst bei den am häufigsten vorkommenden psychischen Störungen. Etwa 1,5 Millionen Menschen sind von einer Platzangst oder damit zusammenhängend einer Panikstörung betroffen. Oft kommt sie erstmals im jungen Erwachsenenalter zum Vorschein.
Typische Symptome bei Platzangst
Menschen mit Agoraphobie erleben häufig starke körperliche und emotionale Angstreaktionen. Typische Symptome sind:
- Herzrasen
- Schwindel
- Atemnot
- Zittern
- Schwitzen
- Druckgefühl in der Brust
- Benommenheit
- innere Unruhe
- starke Anspannung
- Angst vor Kontrollverlust
- Panikgefühle
- Vermeidungsverhalten
Viele Betroffene beobachten ihren Körper sehr intensiv und entwickeln zunehmend Angst vor Situationen, in denen Symptome auftreten könnten.
Dadurch entsteht häufig ein belastender Kreislauf aus Angst, körperlicher Anspannung und Vermeidung.
Platzangst und Panikattacken
Viele Menschen mit Platzangst leiden zusätzlich unter Panikattacken. Besonders belastend ist häufig die Angst, in bestimmten Situationen eine Panikattacke zu bekommen und keine Kontrolle mehr zu haben.
Dadurch entsteht oft eine sogenannte Erwartungsangst — also die ständige Sorge vor der nächsten Panikreaktion.
Besonders belastend sind häufig Situationen:
- ohne schnelle Fluchtmöglichkeit
- mit vielen Menschen
- in öffentlichen Verkehrsmitteln
- weit entfernt von „sicheren Orten“
Die Angst richtet sich dabei häufig weniger auf den Ort selbst, sondern auf die befürchteten körperlichen Symptome (psychosomatische Beschwerden) und Kontrollverluste.
Therapie bei Platzangst
Psychotherapie kann helfen, den Kreislauf aus Angst, Panik und Vermeidungsverhalten schrittweise zu durchbrechen.
- Ängste besser verstehen
- körperliche Symptome einordnen
- das Nervensystem stabilisieren
- Vermeidungsverhalten abbauen
- emotionale Sicherheit aufbauen
- Stress reduzieren
- Selbstvertrauen stärken
- mehr Freiheit im Alltag gewinnen und Lebensqualität
Viele Betroffene erleben bereits Entlastung dadurch, dass ihre Symptome verständlicher werden und sie lernen, anders mit Angst umzugehen.
Je nach individueller Situation können verschiedene Methoden, Coaching, traumasensible Verfahren, EMDR oder hypnotherapeutische Ansätze hilfreich sein.
Ihr nächster Schritt
Je früher Platzangst behandelt wird, desto besser lassen sich chronische Belastungsmuster häufig verändern.
Vereinbaren Sie einfach heute noch einen Termin für ein unverbindliches und kostenfreies Vorgespräch, vor Ort in der Praxis oder auch online, falls es Ihnen nicht möglich ist persönlich vorbei zu kommen.